Android 6 Marshmallow: Test und unterstützte Geräte

Android 6 Marshmallow: Test und unterstützte Geräte

Bereits seit Oktober wird die neueste Version von Androids Betriebssystem Marshmallow auf verschiedene Geräte verteilt. In unserem Test können Sie lesen, welche neuen Features enthalten sind und welche Geräte unterstützt werden.

Mit einem Marktanteil von über 80% ist das von Google entwickelte Betriebssystem in Deutschland am meisten verbreitet (weltweit liegt der Anteil knapp unter 80%). Mit einer sehr guten Anpassbarkeit, einer guten Sicherheit und fast 1,5 Millionen Apps bietet Android seinen Nutzern viel.

Die neueste Version vom Android Betriebssystem ist unter dem Codenamen Marshmallow bekannt und ist aktuell sogar schon in der Version 6.0.1 verfügbar, je nach Gerät. Seit Mitte Februar wird diese Version auf die Samsung Galaxy S6 Geräte verteilt und hat endlich auch das Firmenhandy erreicht. Am meisten interessiert hat uns der neue erweiterte Energiesparmodus Doze. Hiermit soll die Akkulaufzeit entscheidend verbessert werden, indem das Smartphone zum Beispiel nachts nicht benötigte Apps deaktiviert und somit die Standby Zeiten deutlich verlängern soll. Der erste Tag verspricht einiges, es ist 17 Uhr, das Handy war wie üblich ohne Schonung im Einsatz und die Restkapazität liegt bei 40%. Das war vorher nicht denkbar, selbst mit Battery-Saver App und ständigem Stoppen von Apps.

 

Performance Zuwachs

Als nächstes fällt auf, dass das gesamte Telefon etwas an Performance zugelegt hat. Die Apps gehen schneller auf, der App-Drawer läuft geschmeidiger und insgesamt wirkt alles etwas zügiger.

 

Neues Rechtemanagement

Das Rechtemanagement lässt in der neuen Version eine granulare Rechtevergabe zu. Das heißt, es können jeder einzelnen App einzelne Berechtigungen entzogen oder gewährt werden. Endlich kann die Taschenlampen App nicht mehr das Telefonbuch auslesen! Unter Einstellungen – Apps können Sie durch Antippen des Zahnradsymboles die Rechte detailliert einstellen.

 

Unterstützte Geräte und Termine (ohne Gewähr)

  • Samsung Galaxy S6, S6 Edge und S6 Edge Plus
  • Motorola Moto X, Moto X Force, Moto E (in Deutschland aktuell noch nicht)
  • Sony Xperia Z5 (Compact, Premium)
  • LG Nexus 5X, G4, G3 (genaue Termine sind noch nicht bekannt)
  • HTC, siehe Roadmap
  • Huawei Honor 7, P8, Mate 8

Auch wenn Sie ein älteres Gerät haben, ist ein Upgrade auf Marshmallow durchaus möglich und vielleicht sogar sinnvoll. Längere Akkulaufzeit und ein flüssigeres Arbeiten sind ein gutes Argument, das Upgrade zu wagen. Wie das geht, zeigen Ihnen die Spezialisten in verschiedenen Foren, zum Beispiel auf ANDROIDpit oder im englischsprachigen Forum von XDAdevelopers (nur für risikofreudige Profis!).

Zusammenfassend bleibt also zu sagen: auch wenn einige Geräte wieder mal auf der Strecke bleiben und kein Update bekommen, so ist dieses Update für die anderen Benutzer ein Zugewinn an Funktionen und Features und der klebrige Zuckerflummi macht richtig Freude (und keine breiten Hüften).

Locky Cryptolocker Trojaner verschlüsselt ihre Daten

Locky Cryptolocker Trojaner verschlüsselt ihre Daten

Der beste Virenscanner ist machtlos, wenn sie als Benutzer einen Anhang öffnen und Dateien aus dem Anhang ausführen! Die neuesten Varianten der bereits seit längerem aktiven Trojaner nennen sich Locky und sind eine modifizierte Form der bekannten Cryptolocker. Die neuesten Versionen arbeiten mit sogenannten Batch-Dateien und sind fast nicht davon abzuhalten, ihre gesamten wichtigen Daten (Dokumente, Bilder usw.) zu verschlüsseln.

Ein gutes Antivirenprogramm ist natürlich eine Grundvoraussetzung und gehört auf jeden PC. Aber noch wichtiger sind Sie als Benutzer! Da täglich mehrere hundert neuer Viren und Trojaner entstehen und verteilt werden, ist es auch für die Hersteller von Antivirensoftware kaum möglich, ihre Datenbanken so schnell zu aktualisieren wie es nötig wäre. Sicherheitsexperten haben errechnet, das es im Schnitt etwa 12 Stunden dauert, bis neue Varianten von professionellen Programmen erkannt werden.

Unsere Tipps:

  • Öffnen Sie auf keinen Fall einen Anhang an einer Mail, wenn Sie sich nicht 100% sicher sind, von wem die Mail kommt
  • Auch harmlos klingende Anhänge wie “Rechnung-0143890.docx” sind keinesfalls sicher
  • Im Zweifel schreiben Sie eine neue Mail (NICHT ANTWORTEN) an die Absenderadresse und bitten einfach nur um Infos, was es mit der Rechnung auf sich hat
  • Im Blog von Malwarebytes Lab findet sich eine Testversion einer Anti-Ransomware, die aktuelle Versionen von Locky nach wenigen Dateien aufhält (es wird empfohlen, diese Software nur bei begründetem Verdacht und nicht auf Produktivsystemen einzusetzen). Den Download und die selbständige Installation empfehlen wir nur nach Rücksprache!
  • Deaktivieren Sie die automatische Ausführung von Makro-Code in Ihren Office-Programmen. Wie das geht zeigen wir Ihnen auf den folgenden Bildern.

Google wird immer größer und viel mächtiger

Google wird immer größer und viel mächtiger

Der Google Konzern, der mittlerweile unter dem Namen “Alphabet” firmiert, hat es in nur 14 Jahren zum größten Börsenkonzern weltweit geschafft und den bisherigen Spitzenreiter Apple abgelöst. Es ist absehbar, dass der Konzern auch in den kommenden Jahren noch weiter kräftig wachsen wird.

Am Montag abend hat Alphabet die jüngsten Geschäftszahlen vorgelegt und seine Teilbereiche aufgeschlüsselt. Im Abschlussquartal 2015 erreichte das Unternehmen mit Onlinewerbung einen Umsatz von mehr als 19 Milliarden Dollar, bei einer Marge von 32%!!

Das in den USA mittlerweile sehr viel Geld in den Technologie-Unternehmen verdient wird, zeigen auch die Zahlen anderer großer Firmen aus diesem Sektor. Auch wenn Google jetzt die Nase vor Apple hat, so zählen auch noch Facebook und viele andere zu den Big-Playern und erwirtschaften einen bedeutenden Anteil am amerikanischen Bruttoinlandsprodukt. Die USA als Land selbst schaffen für diese Unternehmen die geeigneten Rahmenbedingungen und das zahlt sich aus, nicht nur für die Unternehmen selbst. Und je weiter sich das Internet ausbreitet, um so stärker wachsen alle diese Firmen mit. Ein Ende dieser Entwicklung ist noch lange nicht in Sicht.

Ein weiterer Punkt ist die Unmenge an Daten, die Google auf ihren Servern liegen hat. Damit lässt sich nicht nur mit einem Computer der europäische Meister im Brettspiel Go schlagen, sondern mit der von Google entwickelten künstlichen Intelligenz sind noch unendlich viele weitere Möglichkeiten für die Zukunft offen. Vor kurzem haben die künstlichen neuronalen Netze von Google eine Reihe von YouTube Videos analysiert und ohne irgendwelche Vorgaben konnte die KI nach einer Weile Menschen von Katzen unterscheiden. Für einen “Computer” beziehungsweise eine künstliche Intelligenz ist das eine meisterhafte Leistung!

Der nächste Meilenstein wird die Erweiterung der Fähigkeiten von Google Now auf Android Smartphones und Tablets sein. Mit KI werden die Vorhersagen und Ergebnisse dieser Anwendung noch genauer vorhersagen können, wann es beispielsweise Zeit ist, sich auf den Weg zum nächsten Termin zu machen. Man darf gespannt sein, sowohl auf die technischen Gimmicks als auch auf die Entwicklung der Marktmacht von Google. Bei aller Technikbegeisterung kann man auf ein verantwortungsvolles Handeln solcher Großkonzerne nur hoffen.

Ruft Microsoft seine Kunden an?

Ruft Microsoft seine Kunden an?

Angebliche Hotline Mitarbeiter von Microsoft rufen arglose Kunden an, suggerieren ihnen, das ihr Computer von einem Hacker infiziert wurde und bieten dann gegen eine Zahlung an, das Problem zu beseitigen. Bei diesem Fakeanruf bittet der Mitarbeiter um Zugriff auf den Computer. Dabei wird dann der eigentliche Angriff durchgeführt, Schadsoftware installiert und unter Umständen sogar Kreditkarten- und Bankinformationen entlockt.

Ein angeblicher Mitarbeiter von Microsoft erklärt Ihnen bei dieser Betrugsmasche, Ihr Computer wäre von einem Hacker angegriffen worden oder sie hätten einen Virus oder Trojaner auf Ihrem PC. Als nächstes bittet er um Zugriff auf den PC, dann könne er beweisen, dass er auch wirklich von Microsoft sei und er würde diese Bedrohung beseitigen. Diesen Virus oder Trojaner und auch den Hackerangriff hat es nie gegeben und der Sinn hinter dieser Aktion ist, Zugriff auf Ihren PC zu bekommen und dort schädliche Software zum Ausspähen Ihrer Daten zu bekommen.

Nach einer Stellungnahme von Microsoft wird das Unternehmen niemals seine Kunden anrufen und sie zur Installation irgendwelcher Programme auffordern. Seit 2014 sind international mehr als 64.000 Meldungen zu diesem Thema bei Microsoft eingegangen. Aktuell rollt wieder eine neue Welle dieser Betrugsmasche los, deren Zeuge der Author dieses Artikels selbst geworden ist. Selbst auf meinen Hinweis hin, dass ich selbständiger Profi im IT-Sektor bin, hat sich der mit indischem Akzent sprechende Hotline-Mitarbeiter nicht abwimmeln lassen. Nachdem ich aufgelegt hatte, ruft er sogar ein weiteres Mal an!

Seien Sie also vorsichtig und reagieren Sie nicht auf die Beteuerungen des vermeintlichen Support Mitarbeiters. Legen Sie am besten einfach auf und beenden den Fakeanruf.

Sollten Sie den Betrüger auf Ihren Computer gelassen haben, müssen Sie sofort Ihren Computer vom Internet trennen, von einem Profi säubern lassen und im Anschluss alle Kennwörter auf Ihrem PC ändern. Wenn Sie Online-Banking auf Ihrem Computer machen, prüfen Sie auch Ihre Konten und ändern die PINs Ihrer Bankkarten.


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