Windows 10 Editionen im Vergleich

Das neue Windows 10 von Microsoft ist am 29. Juli diesen Jahres erschienen und ist in 4 Versionen erhältlich. Diese Übersicht zeigt die verschiedenen Versionen und die Hauptunterschiede.

Es wird eine Home-, eine Pro-, eine Enterprise- und eine Education-Version geben.

Windows 10 Versionen Funktions- und Leistungsumfang Vergleich:

Home Version Pro Version Enterprise Version Education
Mitglied in einer AD Domäne x x x
Verarbeiten von Gruppenrichtlinien x x x
Bitlocker Laufwerksverschlüsselung x x x
Internet Explorer Enterprise Modus x x x
Remote Desktop Zugriff x x x
Kiosk Mode x x x
Direct Access Mode x x
Windows To Go x x
Applocker x x
BranchCache x x
Credential Guard x x
Device Guard x x
x verfügbar -nicht verfügbar

 

Die einzelnen Funktionen werden wir später in gesonderten Beiträgen ausführlich erklären.

Interessant und neu ist die von Microsoft benutzte Vorgehensweise beim Verteilen von neuen Versionen. Diese heißen dann nicht neue Versionen, sondern Microsoft bezeichnet sie als Funktions-Updates. Dabei sind aber nicht die Sicherheits-Updates gemeint. Die erhalten die Benutzer nachwievor über die Windows Update Funktion.

Da neue Funktionen natürlich erst einmal getestet werden sollten, hat sich MS überlegt, das Insider Programm vorläufig unbefristet weiter laufen zu lassen. Für das Insider Programm konnten sich Benutzer anmelden, die die Vorabversionen kostenfrei testen wollten. Diese User werden jetzt für die Funktions-Updates als Tester “benutzt”. Für diesen Personenkreis heißt es dann aber auch, das ein Totalabsturz des Systems nicht auszuschließen ist und ein Datenverlust drohen könnte.

Obwohl wir im Insider Programm angemeldet sind und uns für den sogenannten Fast-Ring registriert haben, ist bisher in den Vorabversionen noch kein Update auf die finale Version erfolgt. Die Verteilung an mehrere Zehntausende von Interessenten gleichzeitig ist wohl nicht ganz so einfach, wie Microsoft sich das vorgestellt hat.

Windows 10: Hat sich das Warten gelohnt?

Windows 10: Hat sich das Warten gelohnt?

Windows 10 ist am 29. Juli 2015 erschienen

Seit dem 29. Juli 2015 erhalten die ersten Benutzer das kostenfreie Upgrade auf Windows 10. Hat sich das Warten denn wirklich gelohnt? Diese Frage wird hier beantwortet.

Wiedergutmachung für Windows 8

Den Schaden zu richten, den Microsoft mit Windows 8 bei seinen Benutzern angerichtet hat, dürfte schwierig werden, aber nicht unmöglich. Die Redmonder haben das mit Windows Vista auch schon einmal hinbekommen! Es sieht danach aus, als ob es mit dieser neuen Version von Windows gelingen kann.

Klares Design

Entwickelt für PC, Laptop, Tablet und Smartphones bringt das OS den allseits vermissten Start-Button zurück. Und hier beginnt auch alles. Alle installierten Programme, der neue Browser Edge, der Verlauf der zuletzt aufgerufenen Programme und sogar die bei vielen unbeliebten Kacheln finden sich mit einem Klick auf den Start-Button. Dieses Start-Menü lässt keine Wünsche offen, das Design ist sehr klar und strukturiert.

Der Desktop und die gesamten Oberfläche zeigen in klaren Linien die Absichten von Microsoft, nichts wirkt verspielt oder billig. Man könnte vom Design her Parallelen zu Apple Produkten ziehen 😉

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

  1. Taskansicht
    Mit einer Drei-Finger-Wischgeste oder einem Klick lassen sich alle geöffneten Programme nebeneinander anzeigen. Apple Benutzer kennen diese Funktion.
  2. Cortana Sprachassistent
    Ähnlich wie Siri auf dem iPhone oder Google Now auf Android Geräten möchte Cortana dem Benutzer das Eintippen von Text per Tastatur oder Touchscreen ersparen und reagiert auf Spracheingaben. Der Assistent beantwortet Fragen im Moment noch allerdings meist mit Ergebnissen aus der eigenen Suchmaschine Bing.
  3. Start-Menü
    Das neuartige Start-Menü in Windows 10 kombiniert bekannte Elemente aus Windows 7 und einige praktische Funktionen aus Windows 8 und es gibt außerdem einige neue Komponenten. Die Kacheln im Start-Menü erlauben den Zugriff auf Live-Apps, wie zum Beispiel Wetter und Nachrichten. Auf der linken Seite können der Explorer und die Dokumente direkt aufgerufen werden. In diesem Start-Menü findet man alles was man braucht.
  4. Edge: Der Nachfolger des Internet Explorers
    Der deutlich in die Jahre gekommene Internet Explorer wird durch den von Grund auf neu entwickelten Browser Edge ersetzt. Er soll die Lücke zu Google Chrome, Firefox und Safari schließen. Der erste Eindruck ist gut, aber weitere Tests bleiben abzuwarten. In Kürze dazu ein gesonderter Artikel.
  5. Benachrichtigungs-Center
    Die wichtigsten Infos von Facebook, Google+, sowie E-Mails und die Wetter-App können hier eingebunden werden und zeigen aktuelle Statusmeldungen an. Die Funktion erinnert sehr an die Mitteilungs-Zentrale von Apples Betriebssystem MacOS.
  6. Windows-Hello, Microsoft Passport
    Mit neuer Hardware will Microsoft das Eintippen von Kennwörtern mittels biometrischer Erkennung verzichtbar machen. Die eingebaute Webcam kann dann zum Beispiel den Benutzer an seinem Gesicht erkennen. Geplant sind auch Iris-Erkennung, Stimmerkennung oder das Freischalten des Windows Gerätes mit dem Fingerabdruck. Bisher sind dieses Systeme allerdings ziemlich leicht zu täuschen und unsere Empfehlung ist daher nachwievor ein gutes Passwort!
  7. Universelle Apps
    Bisher gab es getrennte Anwendungen für das Smartphone, den Tablet und den PC mit Windows. Das soll jetzt anders werden. Universelle Apps laufen, einmal installiert, automatisch auch auf den anderen Geräten des Benutzers. Wie die Lizenzierung dieses Modells aussehen soll, ist allerdings noch nicht bekannt. Muss der Benutzer dann für jedes Gerät eine Lizenz erwerben oder gibt es eine Multi-Device Lizenz, die dann mehr kostet, als eine für nur ein Gerät? Bleibt abzuwarten.
  8. Virtuelle Desktops
    Mac- und Linux Benutzer kennen diese Funktion seit vielen Jahren. Ich selbst habe bisher noch keinen Nutzen für die Verwendung mehrerer Oberflächen feststellen können, aber in vielen Beiträgen im Netz scheint darüber große Freude zu herrschen.

FAZIT: Viel neues, einiges altes und ein klares Design versprechen ein insgesamt empfehlenswertes Betriebssystem. Aus unserer Sicht können Sie als Anwender den Schritt ruhig wagen. Geeignet ist ein Upgrade in erster Linie für den Privatanwender, der nicht allzu viele wichtige oder exotische Anwendungen benötigt und gerne auf dem neuesten Stand ist. Ein wenig Neugier und Geduld sollte man aber durchaus mitbringen, denn nicht alles wird auf Anhieb fehlerfrei laufen.

Informieren Sie sich allerdings unbedingt vorab, ob Ihre wichtigsten Anwendungen unter Windows 10 laufen, erstellen Sie ein Backup Ihres gesamten Systems und befragen Sie im Zweifel vor dem Upgrade einen Fachmann.

Kritische Sicherheitslücke in sämtlichen Windows Versionen

Wieder einmal zeigt sich, wie wichtig es ist, die von Microsoft oder auch anderen Software-Herstellern bereitgestellten Sicherheitsupdates zu installieren.

Die jetzt veröffentlichte Sicherheitslücke ist im Grunde seit 18 Jahren bekannt und betrifft nahezu alle PCs, da sie eine DLL kompromitiert, die Microsoft zusammen mit Adobe veröffentlicht hat. Es geht um den “Windows Adobe Type Manager” und die ATMFD.DLL.

Die Schwachstelle kann durch manipulierte Schriftarten auf Webseiten ausgenutzt werden. Dabei ist es möglich, das sich der Schadcode erweiterte Rechte in Windows sichert und damit noch mehr Angriffsfläche erzeugt.

Das Sicherheitsleck betrifft sämtliche Windows Versionen, kann aber relativ einfach geschlossen werden. Seit gestern wird ein Patch für alle Windows Versionen über Windows Update bereitgestellt. Weitere Informationen zum Patch finden Sie hier.

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